Die Skyline von Rostock

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der Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Rostock & Umgebung

Nach bangen Tagen des Wartens das Untersuchungsergebnis:

Diagnose Prostatakrebs!

Der Arzt redet von Tumor, T-Stadium, G-Wert, von Knochenszintigramm, Operation, Strahlenbehandlung, Hormontherapie und so weiter und sofort ... Halb betäubt hören wir, verstehen nichts. Dann sind wir draußen...

Die Fragen kommen, wenn sich die erste Erstarrung löst.

Beim nächsten Arzttermin stellen wir sie, bekommen die eine oder andere Antwort, mehr oder weniger verständlich, schwer zu verdauen. Neue Fragen drängen sich auf, aber da sind wir schon wieder draußen...

Meine Gedanken:
Was sagt der PSA-Wert? Was heißt T2? Was bedeutet G2? Welche Therapien gibt es? Wie sind die Erfolgsaussichten? Ist Heilung möglich? Was sind die Nebenwirkungen? Was ist mit Inkontinenz? Ist Impotenz vermeidbar? Gibt es alternative, ergänzende Therapien? Was kann ich selbst aktiv für meine Gesundung tun? Wo kann ich mehr erfahren? Drängt die Zeit? Zahlt das die Krankenkasse?

Die Diagnose Krebs löst solche und viele andere Fragen bei Betroffenen und Angehörigen aus.

In Deutschland wird jedes Jahr bei ca. 48.000 Männern die Diagnose Prostatakrebs gestellt.

Der Prostatakrebs ist inzwischen die häufigste Krebserkrankung bei Männern.

Nur 8% der Männer über 45 gehen zur Vorsorgeuntersuchung. Es gibt einen guten Tumormarker, den PSA-Test. Er gibt einen wichtigen Hinweis. Er gehört bisher nicht zur Routine-Vorsorge-Untersuchung.
(Sie können dennoch bei Ärzten fordern dass er gemacht wird!)

Nehmen Sie die Möglichkeiten der Vorsorge regelmäßig war, auch wenn Sie den PSA-Test vielleicht aus eigener Tasche bezahlen müssen!

Quelle:
Urheber des Panoramabildes "Rostock in der Dämmerung" ist Paul Schwanitz www.arborvitae.de

News


25.11.2009
Neuer Marker in der Prostatakrebs-Diagnostik: der "PCA3-Test". Der PCA3-Test ist ein molekulargenetischer Urin-Test (der Preis für Selbstzahler liegt bei ca. 300.- Euro). Je höher dieser Score ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit für eine positive Biopsie. Der PCA3-Score ist im Gegensatz zum PSA vom Prostatavolumen unabhängig, scheint aber mit der Größe des Karzinoms zu korrelieren. Unter den klinischen Urologen wird der PCA3-Test als aussagekräftige Untersuchung diskutiert. Darüber hinaus gilt weiterhin: Letztlich kann nur eine Biopsie hinreichende Informationen geben über die Ausbreitung innerhalb der Prostata sowie zur Aggressivität des Krebses. Vor einer Biopsie sollte der Krebsverdacht erhärtet sein.


08.01.2010
Die neue S3-Leitlinie zur Früherkennung, Diagnose und Therapie des Prostatakarzinoms ist am 16.09.2009 in Dresden vorgestellt worden. Sie ist die umfassendste der Welt und von höchster Qualität (S3). Diese Leitlinie baut auf aktuellen, gesicherten wissenschaftlichen Daten auf und ist geeignet die Behandlungsergebnisse zum Wohle der Patienten weiter zu verbessern.

30.04.2010
Neues Krebsmedikament gibt Hoffnungen bei Prostatakrebs.

Der aus Frankreich stammende Pharmakonzern Sanofi-Aventis zeigt sich optimistisch bei der Entwicklung eines Mittels gegen Prostatakarzinom. Das Krebsmedikament Cabazitaxel hat in der sogenannten Tropic-Studie die Überlebenszeit der Probanden mit Prostatakrebs im fortgeschrittenen Stadium im Vergleich zu der derzeitigen Therapieform verbessert.
Text von Dr. Ralf Hettich

30.04.2010
Die roboterassistierte Prostataentfernung ist nicht für jeden Mann geeignet.

Die Einführung einer roboterassistierten Prostatektomie hat die chirurgische Urologie revolutioniert. Während in den USA im Jahr 2003 lediglich 10 Prozent der radikalen Prostataentfernungen roboterassistiert durchgeführt wurden, sind es heutzutage über 70 Prozent, die mit dem modernen Operationsroboter durchgeführt werden. Die roboterassistierte, minimal-invasive Operationstechnik hat aber auch seine Grenzen und ist nicht für jeden Patienten geeignet.
Für manche Männer ist die roboterassistierte Prostataentfernung keine Alternative zur retropubischen Prostatektomie.
Text von Dr. Ralf Hettich

18.07.2010
In den USA wurde Cabazitaxel bei Prostata-Karzinom zugelassen!
Von der US-Behörde FDA (Federal Drug Administration) wurde vor ein paar Tagen Cabazitaxel zur Therapie von Männern mit einem Prostatakarzinom zugelassen. Das halbsynthetische Taxan Cabazitaxel wird unter dem Medikamentennamen Jevtana® von dem Pharmakonzern Sanofi-Aventis vermarktet. Die Behandlung von Männern mit einem metastasiertem horomrefraktärem Prostatakarzinom soll in Kombination mit Prednison erfolgen. Nach der Zulassung durch die US-Behörden steht nun die Zulassung in der EU an.
Text von Dr. Ralf Hettich

04.09.2010
Die offene radikale Prostataentfernung bewährt sich.

Die offene radikale Prostataentfernung, auch Prostatektomie genannt, bewährt sich auch in der PSA-Ära. Zumindest belegen dies aktuelle Daten der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf (UKE). Der Arzt Dr. Hendrick von der Martini-Klinik, dem Prostatazentrum des UKE, schreibt im Journal of the British Association of Urological Surgeons (2010, zuerst online veröffentlicht), dass zehn Jahre nach der offenen Radikaloperation 86 Prozent der Patienten noch lebten.

An der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf hatte man das weitere Schicksal von 436 Prostatakrebspatienten ermittelt, die zwischen 1992 und 1997 operiert wurden. Nur bei wieder aufgetretenen Krebsfällen erfolgte eine adjuvante oder Salvage-Therapie. Zehn Jahre nach der radikalen, offenen Prostataentfernung hatten zwar 4 von 10 operierten Männern einen Rückfall, der sich durch einen PSA-Anstieg zeigte, doch 86 Prozent der Männer lebten noch. Nur 6 Prozent der Männer waren am Prostatakrebs gestorben.
Text von Dr. Ralf Hettich

09.03.2011
Neues Taxan vor der Zulassung
Ein neues Zytostatikum aus der Gruppe der Taxane wird voraussichtlich ab April 2011 das Substanzspektrum zur Prostatakrebs-Therapie erweitern. Der Hersteller Sanofi Aventis hat die europäische Zulassung für Cabazitaxel zur Behandlung des metastasierten hormon­refraktären Prostatakarzinoms beantragt. In den USA ist Cabazitaxel (Jevtana®) bereits zugelassen. Der neue Wirkstoff Cabazitaxel ist vorgesehen für Patienten, bei denen die PSA-Werte trotz Chemotherapie mit Docetaxel erneut ansteigen.


18.01.2012
06.06.2011
Das Pharmaunternehmen Bayer macht Fortschritte bei der Entwicklung eines neuen Medikaments gegen Prostatakrebs. Die Arznei Alpharadin habe in einem klinischen Test mit rund 920 Krebs-Patienten positive Ergebnisse gezeigt, teilte Bayer am Montag in Berlin mit. In der Studie mit Patienten, bei denen sich der Krebs bereits auf die Knochen ausbreitete, habe eine Behandlung mit dem Präparat das Überleben der Patienten statistisch signifikant verlängert. Damit sei das vorrangige Studienziel erreicht worden

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